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Ingenieurbüro Schwark informiert Sie zum MAP Bundesförderung Effiziente Gebäude erhöht die Wirtschaftlichkeit vieler Projekte

BAFA- und KfW-Fördergelder für Ihr Haus, Bauvorhaben oder Ihre Heizung

Neben den Fördergeldern von BAFA und KfW gibt es auch eine Vielzahl von Landesfördermitteln - wir beraten Sie gerne.

Es gibt eine Vielzahl von Fördergeldern für fast jede Art von Sanierung oder Neubau. Meistens ist die Ausgabe eines verbilligten Kredits oder die Gewährung eines Zuschusses an die Einhaltung gewisser Regeln gebunden. Oftmals handelt es sich hierbei um die Anforderung an das Bauteil oder die Effizienz der Anlagentechnik. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt beispielsweise Kredite für die energetische Sanierung von Gebäuden, die sogenannten Effizienzhäuser, aber auch für den Neubau zur Verfügung. Ziel hierbei ist es, immer etwas besser als der gesetzliche Standard zu bauen, der durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vorgeschrieben wird. Zudem soll der entstandene Mehraufwand durch günstige Kredite oder Zuschüsse ausgeglichen werden. 

Am 21.10.2021 wurden die Richtlinien der Bundesförderung nochmals geändert. Insbesondere die Regelungen zum Anschluss an Wärmenetze wurden neu geregelt.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Fördergelder, die bis zum 30.06.2021 gelten und die neuen Fördergelder auf einen Blick. Es zeigt sich, dass durch die Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), insbesondere im Nichtwohnungsbau, erhebliche Erhöhungen durchgeführt werden:

Neubau
Effizienzhaus / Effizienzgebäude Förderung WG [%] Förderung NWG alt [%] Förderung NWG neu [%]
70 - 0 -
55 15 5 15
40 20 - 20
40 plus 25 - -
Sanierung
Effizienzhaus / Effizienzgebäude Förderung WG [%] Förderung NWG alt [%] Förderung NWG neu [%]
Denkmal 25 7,5 25
100 27,5 10 27,5
85 30 - -
70 35 17,5 35
55 40 - 40
40 45 - 45

Auch die maximalen förderfähigen Kosten werden um 30.000 Euro erhöht. In diesem Zuge werden auch die Zuschüsse im Bereich der Baubegleitung angehoben.

Höchstgrenzen förderfähigen Kosten Zuschuss / Kredit
Neubau und Sanierung pro Antrag (nicht pro Kalenderjahr!) Baubegleitung / Zusage und Kalenderjahr
120.000 EUR / Wohneinheit bei Ein- und Zweifamilienhäusern: bis 10.000 EUR Ab 3 Wohneinheiten: bis 40.000 EUR
EE- oder NH-Klasse oder 40-Plus-Standard: 150.000 EUR/Wohneinheit

Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten der Förderung im Wohngebäudebereich:

Beratung Bauen Heizung
Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude (BAFA) Förderprogramm „Energieeffizient Bauen“ (261,262) (KfW) Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ (261/262) (KfW) Marktanreizprogramm „Wärme aus erneuerbaren Energien“ (BAFA)
Zuschuss Kredit mit Tilgungszuschuss Kredit mit Tilgungszuschuss Zuschuss

Energieberatung zur Sanierung von Wohngebäuden (energetische Bewertung des Istzustands, individueller Sanierungsfahrplan)

max. 80 % der förderfähigen Ausgaben

max. 1.300 € für Ein-/Zweifamilienhäuser, max. 1.700 € für Wohngebäude ab drei Wohneinheiten; bei Wohnungseigentümergemeinschaften zusätzlich 500 € für Erläuterung des Energieberatungsberichts in Eigentümerversammlungen oder Beiratssitzungen

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Neubau oder Ersterwerb eines KfW-Effizienzhauses

zinsverbilligter Kredit mit bis zu 25 % Tilgungszuschuss (max. 30.000 € je Wohneinheit)

förderfähige Kosten max. 150.000 € je Wohneinheit

Sanierung zum KfW-Effizienzhaus inkl. Denkmal und besonders erhaltenswerte Bausubstanz sowie Einzel- maßnahmen (Dämmung, Heizungsoptimierung, Fenster/Außentüren, Lüftung)

zinsverbilligter Kredit mit bis zu 40 % Tilgungszuschuss (max. 48.000 € je Wohneinheit)

förderfähige Kosten max. 120.000 € je Wohneinheit

Errichtung oder Erweiterung von Solarthermieanlagen, Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Gas-Hybrid- heizungen (mind. 25% Erneuerbaren-Anteil) und

Gas-Brennwertheizungen „renewable ready“

35 % für reine Erneuerbaren-Heizungen, 30 % für Gas-Hybridheizungen und 20 % für Gas-Brennwert- heizungen „renewable ready“; bei Austausch einer Ölheizung: 45 % für reine Erneuerbaren-Heizungen, 40 % für Gas-Hybridheizungen förderfähige Kosten max. 50.000 Euro pro Wohneinheit

 
Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung“ (KfW) Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung“ (KfW) Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ (461) (KfW) Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle“ (433) (KfW)
Zuschuss Zuschuss Zuschuss Zuschuss

energetische Fachplanung und Baubegleitung für den Bau und die Sanierung von Wohnraum

50 % der förderfähigen Kosten

max. 4.000 €

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energetische Fachplanung und Baubegleitung für den Bau und die Sanierung von Wohnraum

50 % der förderfähigen Kosten

max. 4.000 €

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Sanierung zum KfW-Effizienzhaus sowie Einzelmaß- nahmen (Dämmung, Heizungsoptimierung, Fenster/ Außentüren, Lüftung)

bis zu 40 % der förderfähigen Kosten

max. 48.000 € je Wohneinheit

Einbau in neue oder bestehende Wohngebäude, Wartung und Energieberatung

Grundförderung: Festbetrag in Höhe von 5.700 €; Zusatzförderung: leistungsabhängiger Betrag von 450 € je angefangene 100 W elektrischer Leistung für die Leistungsklassen 0,25 – 5,0 kW

max. 28.200 €

Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung, die im Klimaschutzpaket festgeschrieben wurden, umsetzen. Hierdurch wird sich das Portfolio an Fördermitteln 2020 bis 2023 ändern. Um bei einer anstehenden Sanierung oder Baumaßnahme nichts zu verschenken, sprechen Sie uns als Energieberater gerne an. Welche Förderung für Sie die beste ist, richtet sich unter anderem nach dem geplanten Bauvorhaben, die Einkommenssituation und natürlich Ihre spezifischen Wünsche an Ihr Gebäude respektive Liegenschaft von Bedeutung. 

Grundsätzlich ist es so vorgesehen, dass ab dem 01.07.2021 alle zinsvergünstigten Kredite bei der KfW und alle direkten Zuschüsse beim BAFA abgewickelt werden sollen.

Der Austausch einer bestehenden Heizungslage durch eine neue Anlage, die erneuerbare Energien einsetzt, wird mit bis zu 35 % gefördert. Hinzu kommt ein Austauschbonus in Höhe von 10%, wenn hierdurch eine Ölheizung außer Betrieb genommen wird. Dies gilt auch für Ölöfen. Es ist auch weiterhin ohne Bedeutung, wenn ihre Anlage aufgrund gesetzlicher Regelungen nicht weiterbetrieben werden darf oder der Schornsteinfeger die Anlage außer Betrieb nimmt. Die dargestellten Förderungen erhöhen sich um weitere 5 %, wenn ein durch das BAFA geförderter individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vorliegt.

Bei den Biomasseheizungen ist es darüber hinaus möglich, die Förderung um weitere 5 % zu erhöhen, indem man den sogenannten Innovationsbonus nutzt. Hierzu darf der Kessel nur einen vorgeschriebenen Anteil des Feinstaubs emittieren. Gerne prüfen wir, welche Förderhöhe Sie für Ihr Vorhaben erlangen können.

Maßnahme Fördersatz Fördersatz mit Austausch Ölheizung Fördersatz mit iSFP Fördersatz mit Innovationsbonus
Einzelmaßnahme an der Gebäudehülle 20%   5%  
Anlagentechnik, bspw.
-Optimierung RLT
-Einbau Energiemanagementsysteme
20%   5%  
Erneuerbare Energien für Heizungen:     5% 5 % Biomasse
Biomasse 35% 10%
Wärmepumpenanlagen 35% 10%
Solarkollektoranlagen 30% 10%
EE Hybridheizungen (EE-Hybride) 35% 10%
Gas-Hybridheizungen 30% 10%
Gas-Brennwert (Renewable Ready) 20% -
Maßnahmen zu Heizungsoptimierung     5%  
Hydraulischer Abgleich 20%
Austausch Heizungspumpe 20%

Weiterhin soll die Förderhöchstgrenze angepasst werden. Zukünftig sind die anrechenbaren förderfähigen Kosten auf 60.000 Euro je Wohneinheit gedeckelt. Der Zuschuss beträgt 20 % der Kosten. Sollte ein iSFP vorliegen, wird die Förderung um 5 % erhöht. Die Kosten des Energieberaters werden weiterhin zu 50 % gefördert.

KfW-Förderung Fenster und Türen 2021

Erneuerung, Ersatz oder erstmaliger Einbau von Bauteilen der thermischen Gebäudehülle Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten Umax in W/(m²K) bzw. der max. Wärmeleitfähigkeit Lambda in W/(mK)
Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden T > 19°C Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden T < 12°C > 19°C
Fenster, Balkon- und Terrassentüren 0,95 1,3
Dachfenster 1,0 1,1
Außentüren (Haustür) 1,3 2,0
Tore (NWG) 1,0 2,0

KfW-Förderung Außenwand 2021

Erneuerung, Ersatz oder erstmaliger Einbau von Bauteilen der thermischen Gebäudehülle Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten Umax in W/(m²K) bzw. der max. Wärmeleitfähigkeit Lambda in W/(mK)
Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden T > 19°C Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden T < 12°C > 19°C
Wände gegen Erdreich oder unbeheizte Räume sowie Kellerräume 0,25 0,25
Außenwand 0,2 0,25
Kerndämmung bei bestehendem zweischaligen Mauerwerk Lambda: 0,035 W/mK Lambda: 0,040 W/mK

KfW-Förderung Dach 2021

Erneuerung, Ersatz oder erstmaliger Einbau von Bauteilen der thermischen Gebäudehülle Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten Umax in W/(m²K) bzw. der max. Wärmeleitfähigkeit Lambda in W/(mK)
Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden T > 19°C Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden T < 12°C > 19°C
Dach (Schrägdach) 0,14 0,25
Dachgauben 0,20 0,25
Flachdächer 0,14 0,20

KfW-Förderung Oberste Geschossdecke 2021

Erneuerung, Ersatz oder erstmaliger Einbau von Bauteilen der thermischen Gebäudehülle Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten Umax in W/(m²K) bzw. der max. Wärmeleitfähigkeit Lambda in W/(mK)
Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden T > 19°C Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden T < 12°C > 19°C
Oberste Geschossdecke 0,14 0,25
Abseiten 0,14 0,25

KfW-Förderung Kellerdecke 2021

Erneuerung, Ersatz oder erstmaliger Einbau von Bauteilen der thermischen Gebäudehülle Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten Umax in W/(m²K) bzw. der max. Wärmeleitfähigkeit Lambda in W/(mK)
Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden T > 19°C Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden T < 12°C > 19°C
Kellerdecke gegen unbeheizt 0,25 0,25
Geschossdecke gegen Außenluft 0,20 0,25
Boden gegen Erdreich 0,25 0,25

Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude (BEG WG)

Sanierung: Die nachstehende Abbildung zeigt die Fördermöglichkeiten in Abhängigkeit der Antragstellung auf. Innerhalb der BEG werden bei der Sanierung von Bestandsgebäuden verschiedene Boni gewährt, die nachfolgend kurz erläutert werden:

  • - eine „Effizienzhaus EE“-Klasse wird erreicht, wenn erneuerbare Energien einen Anteil von mindestens 55 % des für die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erforderlichen Energiebedarfs erbringen
  • - eine „Effizienzhaus NH“-Klasse wird erreicht, wenn für ein Effizienzhaus ein Nachhaltigkeitszertifikat ausgestellt wird. Eine Kombination von EE-Klasse und Nachhaltigkeits-Klasse ist nicht möglich
  • - ein iSFP-Bonus wird in Anwendung gebracht, wenn vor der Sanierung ein vom BAFA geförderter individueller Sanierungsfahrplan erstellt wurde
Förderstufen Effizienzhaus Sanierung WG   ab 24.01.2020   ab 01.07.2021
Förderhöchstbetrag je Wohneinheit   Tilgungs- zuschuss   Förderhöchstbetrag je Wohneinheit   Tilgungs-/Investitionszuschuss
  "normal"   Effizienzhaus EE oder NH "normal" Effizenzhaus EE* Umsetzung iSFP
         
KfW Effizienzhaus 40 NH**         150.000 €   45,0% + 5,0% + 5,0%
           
KfW Effizienzhaus 40 EE*           45,0% + 5,0% + 5,0%
         
KfW Effizienzhaus 40       120.000 € 150.000 €   45,0%   + 5,0%
         
KfW Effizienzhaus 55   120.000 €   40,0 %   40,0% + 5,0% + 5,0%
         
KfW Effizienzhaus 70     35,0 %   35,0% + 5,0% + 5,0%
         
KfW Effizienzhaus 85     30,0 %   120.000 € 150.000 €   30,0% + 5,0% + 5,0%
         
KfW Effizienzhaus 100     27,5 %   120.000 € 150.000 €   27,5% + 5,0% + 5,0%
         
KfW Effizienzhaus 115     25,0 %   Effizienzhaus 115 wird eingestellt  
         
KfW Effizienzhaus Denkmal     25,0 %   120.000 € 150.000 €   25,0% + 5,0% + 5,0%
         
Einzelmaßnahmen (Zuschuss ab 01.01.2021 ohne Heizung)   50.000 €   20,0 %   60.000 €   20,0%   + 5,0%

Die Zuschüsse EE und iSFP sind kombinierbar und führen somit zu maximalen Tilgungszuschüssen von 55 %.

Neubau: In der folgenden Tabelle sind die Fördergelder aufgeführt, die bei der KfW im Rahmen eines Neubauantrags im Programm 153 möglich sind.

  • - eine „Effizienzhaus 40 Plus“-Stufe wird erreicht, wenn gemäß den technischen Mindestanforderungen gebäudenahe Anlagen zur Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien installiert werden
  • - eine „Effizienzhaus NH“-Klasse wird erreicht, wenn für ein Effizienzhaus ein Nachhaltigkeitszertifikat ausgestellt wird. Eine Kombination von EE-Klasse und Nachhaltigkeits-Klasse ist nicht möglich.
  • - eine „Effizienzhaus EE“-Klasse wird im Neubau erreicht, wenn erneuerbare Energien einen Anteil von mindestens 55 % des für die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erforderlichen Energiebedarfs erbringen

Die Boni EE und NH können mit dem 40 Plus-Paket kombiniert werden, jedoch nicht miteinander. Hieraus ergibt sich ein maximaler Tilgungszuschuss von 27,5 %.

Förderstufen Effizienzhaus Neubau WG   ab 24.01.2020   ab 01.07.2021
Förderhöchstbetrag je Wohneinheit   Tilgungs- zuschuss   Förderhöchstbetrag je Wohneinheit   Tilgungs-/Investitionszuschuss
  "normal"   Effizienzhaus EE oder NH "normal" Effizenzhaus EE* Effizienzhaus NH**
         
KfW Effizienzhaus 40 plus***   120.000 €   25,0%   150.000 € 150.000 €   25,0% + 2,5% + 2,5%
         
KfW Effizienzhaus 40     20,0%   120.000 € 150.000 €   20,0% + 2,5% + 2,5%
         
KfW Effizienzhaus 55     15,0%     15,0% + 2,5% + 2,5%

Bundesförderung für effiziente Gebäude – Nichtwohngebäude (BEG NWG)

Nichtwohngebäude (NWG), die saniert werden, können ab dem 01.07.2021 in den KfW- Effizienzhaus-Standards 100, 70, 55 und 40 gefördert werden. Weiterhin gibt es einen 5 %-Bonus für den Einsatz von erneuerbaren Energien und nachhaltiges Bauen. Diese Boni können nicht kombiniert werden. Die Fördergelder für NWG wurden von der EU als beihilferechtlich irrelevant eingestuft. Dadurch müssen keine De-minimis-Erklärungen mehr erstellt werden.

Förderstufen Effizienzhaus Sanierung NWG (KfW 217/218)   ab 24.01.2020   ab 01.07.2021
Zinssatz   Tilgungs- zuschuss       Förderhöchstbetrag       Tilgungszuschuss
"normal" Effizenzhaus EE* Effizienzhaus NH**
         
KfW Effizienzhaus 40       2.000 €/m2
maximal 30 Mio. €
  45,0% + 5% + 5%
         
KfW Effizienzhaus 55         40,0% + 5% + 5%
         
KfW Effizienzhaus 70   1,00 % p.a. effektiv   27,5%     35,0% + 5% + 5%
         
KfW Effizienzhaus 100     20,0%     27,5% + 5% + 5%
         
KfW Effizienzhaus Denkmal     17,5%     25,0% + 5% + 5%
         
Einzelmaßnahmen (Zuschuss ab 01.01.2021 ohne Heizung)     20,0%     20,0%    

Der energieeffiziente Neubau im Bereich der Nichtwohngebäude ist zum 01.07.2021 sehr attraktiv gestaltet worden. Egal ob Neubau einer Schule, Kita, Industriehalle oder eines Bürogebäudes - es können bis zu 22,5 % Tilgungszuschuss bei der Erreichung eines gewissen energetischen Standards in Anrechnung gebracht werden.

Förderstufen Effizienzhaus Neubau NWG   ab 24.01.2020   ab 01.07.2021
Zinssatz   Tilgungs- zuschuss       Förderhöchstbetrag       Tilgungs-/Investitionszuschuss
"normal" Effizenzhaus EE* Effizienzhaus NH**
         
KfW Effizienzhaus 40       2.000 €/m2
maximal 30 Mio. €
  20,0% + 2,5% + 2,5%
         
KfW Effizienzhaus 55   1,00 % p.a. effektiv   5,0%     15,0% + 2,5% + 2,5%
         
KfW Effizienzhaus 70     0,0%   Effizienzhaus 70 wird eingestellt  

Förderung der Baubegleitung

Die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten ist bei jeder Sanierung unbedingt zu empfehlen und in den meisten Fällen auch vorgeschrieben. Der Energieberater achtet darauf, dass der gewünschte Effizienzhaus-Standard auch erreicht wird und sorgt für eine ordentliche Bauausführung. Diese Leistungen werden mit 50 % gefördert. Die maximalen Förderhöhen können Sie den nachfolgenden Tabellen entnehmen.

Wohngebäude Baubegleitung

Gebäudetyp Höchstgrenze [EUR] Förderquote Zuschuss [%] Förderqoute Kredit [%] Zuschuss/ Tilgungszuschuss [EUR]
Ein- und Zweifamilienhäuser
Effizienzhaus 10.000 50 50 max. 5.000
Einzelmaßnahme 5.000 50 50 max. 2.500
Förderung alt max. 8.000 50 50 max. 2.500
Mehrfamilienhäuser (ab 3 Wohneinheiten)
Effizienzhaus max. 4.000 pro Wohneinheit, insgesamt max. 40.000 50 50 max. 20.000
Einzelmaßnahme max. 2.000 pro Wohneinheit, insgesamt max. 20.000 50 50 max. 20.000
Förderung alt max. 8.000 50 50 max. 4.000

Nichtwohngebäude Baubegleitung

Gebäudetyp Nichtwohngebäude Höchstgrenze [EUR] Förderquote Zuschuss [%] Förderqoute Kredit [%] Zuschuss/ Tilgungszuschuss [EUR]
Effizienzhaus 10 pro m² NGF, max. 40.000 50 50 max. 20.000
Einzelmaßnahme 5 pro m² NGF, max. 20.000 50 50 max. 10.000

Entwicklung der Fördergelder

Durch das Klimaschutzpaket der Bundesregierung und die damit verbundenen Änderungen wird sich in den Jahren 2020-2023 im Bereich der Förderung von Gebäuden und Heizungen vieles ändern. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen so zu begrenzen, dass die Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden können und so die globale Erderwärmung und deren Folgeschäden auf ein handhabbares Maß begrenzt wird.

  1. Hierzu wurde die Einführung einer steuerlichen Förderung für Einzelmaßnahmen in Höhe von 20 % der Sanierungskosten zum 01.01.2020 vollzogen. Durch die Änderung des Einkommenssteuergesetz EStG und der dazugehörigen Verordnung ESanMV können bei energetischen Sanierungsmaßnahmen 20 % über drei Jahre von den Kosten der Steuerschuld abgezogen werden.
  2. Gleichzeitig wurde das Marktanreizprogramm (MAP) neu aufgelegt und erweitert. Ziel ist es, einen zusätzlichen Anreiz für den Austausch alter Ölheizungen zu schaffen und den Einsatz erneuerbarer Energien stärker zu fördern. Nachfolgend die aktuellen Förderhöhen:
    • Ölheizung gegen Gas-Hybrid-Heizung – 40%
    • Ölheizung gegen eine Biomasseanlage oder Wärmepumpe – 45%
    • Renewable Ready: Errichtung effizienter Gasbrennwertheizungen, wenn diese bereits weitestgehend auf eine künftige Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind („Renewable Ready“) – 20%
    • Gas-Hybrid-Heizungen: Gasbrennwerttechnik mit einer oder mehreren Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energien (Solar-, Wärmepumpe-, Biomasseanlage) kombinieren – 30%
    • Förderung von Biomasseanlagen oder Wärmepumpe – 35%
    • Förderungen für thermische Solaranlagen

Sowohl bei der steuerlichen Förderung als auch bei der Förderung durch das Marktanreizprogramm können die Kosten eines Energieberaters mitgefördert werden. Nachfolgend sind die Leistungen aufgetragen, die wir in einem solchen Fall in Absprache mit dem Fachhandwerker und ggf. Steuerberater übernehmen:

  • Beratung des Kunden hinsichtlich Fördermittel
  • Beantragung von Fördermitteln für den Kunden
  • Konzipierung der energetischen Maßnahmen
  • Erstellen eines Wärmebrücken- und Luftdichtigkeitskonzepts
  • Erstellen einer detaillierten Fachunternehmererklärung
  • Erstellen eines Lüftungskonzepts nach DIN 1946-6
  • Heizlastberechnung und hydraulischer Abgleich nach Verfahren A und B
  • Prüfung und Nachweis der Förderfähigkeit

Weiterhin sorgt die Einbindung bzw. Kooperation mit einem Energieberater für eine gesicherte Qualität des Bauvorhabens und die notwendige Rechtssicherheit. Auch wenn im ersten Schritt die vermeintlich zusätzlichen Kosten oft abschreckend wirken, sind die Kosten, die durch Bauschäden, Schimmel und Effizienzverlust entstehen doch immer deutlich höher.

Außerdem hat sich im Jahr 2020 auch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) geändert bzw. wurde eingeführt.

Das Gebäudeenergiegesetz führt die bisherigen Gesetze EnEV, EWärmeG und EnEG zusammen. Dies muss insbesondere bei umfassenden Sanierungen oder Neubauten bedacht und im Auge behalten werden.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude soll den gesamten Fördermarkt vereinfachen und transparenter machen. Hierzu gibt es in fast allen Förderprogrammen Änderungen. Die nachfolgenden Produkte sind hiervon betroffen:

  • Energieeffizient Sanieren – Kredit (151/152)
  • Energieeffiziente Sanierung – Investitionszuschuss (430)
  • Energieeffizient Bauen – Kredit (153)
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung (431)
  • IKK – Energieeffizient Bauen und Sanieren (217/218)
  • IKU – Energieeffizient Bauen und Sanieren (220/219)
  • KfW-Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren (276/277/278)
  • Marktanreizprogramm (MAP)
  • Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE – ohne BZH)
  • Förderprogramm des Bundes für die Heizungsoptimierung (HZO)

Von diesen Änderungen sind im Wesentlichen die Baubegleitung, KfW-Einzelmaßnahmen und KfW-Effizienzhäuser betroffen. Es ist zu erwarten, dass das energetische Bauen mehr gefördert wird und die Einbindung eines Energieberaters auch deutlich günstiger werden soll. Weiterhin erwarten wir, dass die detaillierte Wärmebrückenberechnung mit Blick auf die systemischen Maßnahmen an Bedeutung gewinnen wird, da hierdurch weitere Fördergelder akquiriert werden können.

Ebenfalls wurde in 2020 die Berücksichtigung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) weiter ausgebaut. Der durch die BAFA Vor-Ort-Beratung geförderte individuelle Sanierungsfahrplan ist eine hervorragende Möglichkeit zur Analyse eines Gebäudes.

Steuer

Seit dem Jahr 2020 gibt es auf Grundlage des Klimaschutzpaktes und des Klimaschutzgesetztes der Bundesregierung neben einem Zuschuss für energetische Einzelmaßnahmen, der über das BAFA abgewickelt wird, auch die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit. Die gesetzliche Verankerung erfolgt im § 35c des Einkommenssteuergesetzes. Diese Regelung sieht vor, dass sich die tarifliche Einkommenssteuer um die sonstigen Steuerermäßigungen im Kalenderjahr des Abschlusses der energetischen Maßnahmen vermindert und im nächsten Kalenderjahr um je 7 % verringert (höchstens aber 14.000 Euro), wenn energetische Einzelmaßnahmen an einem Wohngebäude durchgeführt werden. Im darauffolgenden Jahr verringert sich die Steuerschuld dann um 6 % (höchstens aber 12.000 Euro). Somit beträgt die maximale Förderung 40.000 Euro. Diese Steuererleichterung kann für folgende energetische Einzelmaßnahmen in Anrechnung gebracht werden, aber nur dann, wenn lediglich eine Einzelmaßnahme durchgeführt wird. Sollen bspw. bei der Erneuerung der Außenwand auch die Fenster getauscht werden oder im Falle einer Dachsanierung Dachfenster mit ausgetauscht werden, ist es sinnvoller, einen Zuschuss oder Kredit des BAFA bzw. der KfW zu nutzen.

  • Wärmedämmung von Wänden,
  • Wärmedämmung von Dachflächen,
  • Wärmedämmung von Geschossdecken,
  • Erneuerung der Fenster oder Außentüren,
  • Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage,
  • Erneuerung einer Heizungsanlage,
  • Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und
  • Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind.

Wie diese Maßnahmen durchgeführt werden müssen, regelt eine separate Rechtsverordnung. Gegenüber dem Finanzamt wird ein amtlicher Vordruck verwendet, der durch das Fachunternehmen auszufüllen ist. Eine Pflicht zur Heranziehung eines Energieberaters gibt es hierbei zunächst nicht. Trotzdem ist es sinnvoll, auch bei diesen Einzelmaßnahmen einen Energieberater einzubinden, um den bestmöglichen Erfolg zu gewährleisten und sicherzustellen, dass es später bei der Steuererklärung nicht zu Schwierigkeiten kommt, wenn Forderungen aus den Gesetzen und Verordnungen nicht eigehalten wurden.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) 

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) setzt die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung, die im Klimaschutzpaket festgeschrieben wurden, um. Hierdurch ändert sich das Portfolio an Fördermitteln 2020 und 2021. Um bei einer anstehenden Sanierung oder Baumaßnahme nichts zu verschenken, sprechen Sie uns als Energieberater gerne an. Welche Förderung für Sie die beste ist, richtet sich unter anderem nach dem geplanten Bauvorhaben, die Einkommenssituation und natürlich Ihre spezifischen Wünsche an Ihr Gebäude respektive Liegenschaft von Bedeutung.

KfW-Förderung Wohngebäude

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet in ihren Programmen Zuschüsse und günstige Kredite für energetische Optimierungen an. Insbesondere im Neubau und der Sanierung von Gebäuden, die ein sogenanntes Effizienzhausniveau erreichen sollen. Weiterhin sind auch energetische Einzelmaßnahmen förderfähig, wie die Sanierung von Dächern, Außenwänden, Fenstern oder Heizungsanlagen. Darüber hinaus wird die Baubegleitung durch einen Energieberater gefördert.

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